Dieser Epiphone Newport aus dem Jahr 1964 ist ein echtes charakterstarkes Juwel aus der begehrten „Golden Era“ von Gibson. In dieser Phase wurden Epiphone-Instrumente im Gibson-Werk in Kalamazoo, Michigan, parallel zu den legendären Gibson-Modellen und nach denselben strengen Qualitätsstandards gefertigt.
Was diesen Bass jedoch absolut einzigartig macht, ist seine Provenienz und sein gelebtes Leben: Er wurde im Jahr 1989 direkt aus der US-Militärbasis in Frankfurt am Main herausgekauft. Ein unverbasteltes Sammlerstück sucht man hier vergeblich – dieser Newport ist ein ehrlicher „True Player“, dessen Optik und Modifikationen eine eigene, spannende Geschichte erzählen.
Design und Bauweise
- Korpus: Massives Mahagoni – der Newport ist bekannt für seinen schlanken, symmetrischen Double-Cutaway-Body, der einen extrem leichten Zugang zu den höchsten Bünden ermöglicht.
- Finish: Cherry mit massiver Patina – der ursprünglich leuchtend rote Nitrolack ist über die Jahrzehnte zu einem tiefen, erdigen Ton nachgedunkelt. Der Korpus ist überzogen mit unzähligen, wunderschönen Nitrofinish-Cracks (Checking), die nur über Jahrzehnte natürlicher Alterung entstehen, sowie ehrlichen Gebrauchsspuren, Dings und Dongs.
- Hals: Mahagoni, eingeleimt – schlankes, schnelles Halsprofil mit einer kurzen 30,5-Zoll Shortscale-Mensur, das einen erstklassigen Spielkomfort bietet.
- Griffbrett: Hochwertiges Palisander mit Dot-Inlays.
- Kopfplatte: Markante „Batwing“-Kopfplatte mit vier Mechaniken auf einer Seite – ein ikonisches Designmerkmal der Epiphone-Modelle dieser Ära. Die Mechanikhülsen der D- und G-Saite wurden erneuert.
- Militär-Markierung: Auf der Rückseite des Korpus befindet sich eine einzigartige, verwitterte Stempelung/Lackierung, die auf das US-Militäreigentum verweist („AF PROPERTY HARVEY“, „EM UN' ENT CTR“ – wahrscheinlich ein Freizeit- oder Unterhaltungszentrum).
Elektronik und Hardware
Dieser Newport ist ein modifizierter Player, optimiert für den Einsatz:
- Pickup: Der zentrale Neck-Pickup ist original. Dieser berühmte „Mudbucker“-Humbucker ist bekannt für seinen tiefen, schiebenden und warmen Ton.
- Modifikationen & Pickguard: Das Pickguard wurde (vor 1989) handgefertigt erneuert, da der originale Thumb Rest (Daumenstütze) an eine bequemere Spielposition versetzt wurde. In diesem Zuge wurde auch die gesamte Elektronik (Pots, Buchse, Kondensatoren) vor 1989 erneuert.
- Hardware: Originale Bar-Bridge mit Frequenzhalterung am Tailpiece. Kluson Vintage-Style Mechaniken.
Zustand & Spielkomfort
- Zustand: Ehrlicher & Charakterstarker Player. Das Instrument hat Jahrzehnte echter Nutzung hinter sich und weist massive optische Patina und das erwähnte Nitro-Checking auf. Technisch wurde der Bass jedoch stets gepflegt, um seine Bespielbarkeit zu erhalten.
- Spielgefühl: Der Bass ist leicht, resonant und bietet eine sofortige Ansprache. Der kurze Hals liegt perfekt in der Hand und lädt zu stundenlangen Sessions ein. Dank eines Satzes LaBella Flatwound-Saiten spielt er sich butterweich und liefert den ultimativen, holzigen Vintage-Thump, den man sucht.
Zusammenfassung
Dieser 1964er Epiphone Newport ist kein Exponat für die Vitrine; er ist ein Instrument, das darauf wartet, wieder gespielt zu werden. Mit seiner satter Nitro-Checking-Patina, der einzigartigen Militärprovenienz aus Frankfurt und dem unvergleichlichen Shortscale-Vibe bietet er einen Sound und ein Design, das Geschichte atmet. Ein authentischer Player für Vintage-Liebhaber, der in puncto Charakter und Klang in jeder Session herausragt.
Epiphone Newport '64
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